Über mich

Geboren und aufgewachsen bin ich in West-Berlin als da noch eine Mauer war. Anfang der 90er Jahre zog ich dann erst nach Tübingen und später nach Marburg. Nach meinem Germanistik-Studium arbeitete ich in Marburg in einem CD-Label und einem Großhandel für Musikinstrumente. Nach einer einjährigen Auszeit arbeite ich jetzt in der Marketingabteilung eines Unternehmens in der Nähe von Marburg. Gemeinsam mit meiner damaligen Ehefrau Melani habe ich zwei Töchter großgezogen. Beide sind jetzt erwachsen und meine ältere Tochter ist auch selbst schon Mutter. So bin ich bereits Großvater geworden – so schnell kann’s gehen…

Alexander Trofimow

Auf der Suche nach meiner eigenen Rolle als Mann, Sohn und Vater habe ich im Laufe der vergangen Jahre selbst an mehreren Männergruppen und Übergangsritualen in der Natur teilgenommen. Die Männergruppen am Aruna-Institut bei Hellwig Schinko waren für mich sehr wichtig. Dort habe ich auch bereits bei mehreren Gruppen assistiert. Die Teilnahme an einem Training der School of Lost Borders in Kalifornien im Jahr 2018 war für mich der Auslöser, in Zukunft selber Gruppen für Männer anzubieten. Die Begegnung mit den anderen Männern im Rahmen der Gruppen hat mir sehr gut getan und mich gestärkt. Im Rahmen der Geburtsvorbereitungskurse des Geburtshauses Marburg leite ich Abende für werdende Väter – gemeinsam mit Uli Severin vom Väteraufbruch Marburg.

Alexander Trofimow

Visionssuchen als Übergangsrituale

Ich habe bereits drei Mal an einer Visionssuche teilgenommen. Visionssuchen sind 14tägige Übergangsrituale in wilder Natur, die sich in drei Phasen aufteilen.

Während der ersten fünf Tage ist die Gruppe zusammen und die Teilnehmenden tauschen sich im Kreis aus über ihre Gründe zur Teilnahme. Was möchten sie bekräftigen, welchen Übergang gilt es im Leben zu markieren: Das Ende einer Beziehung, der Beginn eines neuen Abschnitts als Vater, der Eintritt ins Erwachsensein, der Beginn des Alters?

Es folgen vier Tage während der die Teilnehmenden sich alleine einen Platz in der Nähe des Basislagers suchen und dort die Zeit fastend verbringen. Vier Tage ohne Essen, aber mit ausreichend Wasser; ohne eine Zelt, aber mit Schlafsack und Isomatte; ohne Kontakt zu den anderen Fastenden.

Am Morgen des fünften Tages kehren die Fastenden zurück in den Kreis und erzählen dort ihre Geschichte: Was sie erlebt, geträumt, gedacht und gefühlt haben in den vier Tagen alleine draußen. Die Gruppe hört die Geschichten und bekräftigt den Übergang.

Übergänge bewusst erleben

Das gemeinsame Wochenende mit dem Naturgang ist eine stark verkürzte Form dieses langen Übergangsrituals. Es kann und soll natürlich keine Visionssuche ersetzen aber es enthält die wichtigsten Teile: Die Bekräftigung der Absicht des Übergangs in der Gruppe, die Herausforderung alleine und die Begegnung mit sich selbst, und am Schluss die Rückkehr in die Gruppe, in der Übergang gewürdigt und gesehen wird.